Imbiss Mahlzeit

Krefeld, 1985

1985 entstand mit dem Imbiss „Mahlzeit“ in Krefeld ein Projekt, das die Vorstellung davon, wie ein Schnellrestaurant aussehen kann, grundlegend in Frage stellte.

Statt rustikaler Gaststätte oder klassischer Pommesbude entstand ein heller, fast schwerelos wirkender Raum. Eine konsequent reduzierte Materialpalette aus weißen Fliesen, Glas, Edelstahl und massivem Holz prägte die Atmosphäre. Die großzügige Eckverglasung holt die Stadt in den Gastraum, während kleine Halogenleuchten den Grundriss begleiten

Thekenbereich des Imbiss Mahlzeit

Die vollständig geflieste Verkaufstheke wird durch eine gläserne Aufsatzvitrine ergänzt. Dahinter liegt die offen einsehbare Küche, die bewusst Teil des Gastraums wurde. Auch der Übergang zwischen Verkauf, Aufenthalt und Straßenraum wurde nicht versteckt, sondern gestalterisch inszeniert.

Schaufenster des Imbiss Mahlzeit

Die markante Gebäudeecke erhielt eine vollständig verglaste Fassade. Im Mittelpunkt steht ein freistehender Edelstahlzylinder, der den Raum gliedert und gleichzeitig mit dem Schriftzug “Mahlzeit” nach außen als identitätsstiftendes Gestaltungselement wirkt.

Eckverglasung des Imbiss Mahlzeit

Massives Holz bildet den warmen Gegenpol zu den weißen Flächen und verleiht dem Raum trotz seiner konsequenten Klarheit eine angenehme Aufenthaltsqualität.

Durchgang und Tresen

Gastraum mit Nischen

Sitzbereich des Imbiss Mahlzeit

Das Projekt wurde mit dem 1987 mit einer Anerkennung des Deutschen Innenarchitekturpreises ausgezeichnet. Bemerkenswert ist dabei weniger die Auszeichnung selbst als die Bauaufgabe: Prämiert wurde kein exklusives Restaurant, sondern ein kleiner Imbiss. Die Jury würdigte damit die gestalterische Qualität eines alltäglichen Ortes und zeigte, dass gute Innenarchitektur nicht von der Größe oder dem Budget eines Projekts abhängt. Mehr als vierzig Jahre später sieht der Raum noch immer fast genauso aus – ein aktuelles Foto des heutigen Partyservice Günther ist für mich die schönste Auszeichnung, die ein Innenarchitekt bekommen kann.


Projektdaten


Wer immer nur das tut, was alle machen, wird am Ende aussehen wie der übliche Einheitsbrei.

Wenn Sie über Ihr eigenes Projekt sprechen möchten, freuen wir uns auf ein Gespräch.

Telefon: 02151 736005

E-Mail: k.buerger@k-buerger.de